Die Hamelner Altstadtsanierung in Bildern

Mitte der 60er Jahre beschlossen die Hamelner Stadtväter umfangreiche Veränderungen der historischen Innenstadt. Die ursprünglich geplante Flächensanierung hätte das Gesicht der Stadt für immer verändert - und wurde erst nach massiven Protesten gestoppt. 

 

 

Welches Schicksal der Altstadt bevorgestanden hätte, wenn die Sanierung vollständig umgesetzt worden wären, zeigt das Bild oben: Von der alten Bausubstanz wäre nur wenig übrig geblieben. Rat und Verwaltung hatten entschieden, einen großen Teil des historischen Stadtkerns abreißen zu lassen. Viele Häuser waren baufällig oder entsprachen nicht mehr dem gewünschten Standard. Außerdem sollte angesichts des stetig zunehmenden Autoverkehrs Platz für neue und breitere Straßen und Parkplätze geschaffen werden.

 

Einige Hamelner Bürger, darunter Elsa Buchwitz, die wohl bekannteste Gegnerin der Altstadtsanierung, äußerten schon früh Kritik an den Plänen.
Doch auch die anhaltenden und wachsenden Proteste konnten nicht verhindern, dass sich das Gesicht des historischen Stadtkerns durch umfangreiche Abrissarbeiten in den 60er und 70er Jahren stark veränderte. Ganze Straßenzüge und einzelne Bauwerke existieren seitdem nur noch auf alten Fotografien. Stark betroffen war zum Beispiel die Bungelosenstraße, in der ein Großteil der alten Häuser der Abrissbirne zum Opfer fielen, als der Kopmanshof gebaut wurde.
Auch von der Stubenstraße blieb so gut wie nichts übrig. An Stelle ihrer kleinen "Fischerhäuser" steht heute die Hamelner Stadtgalerie.
Ähnlich erging es der Zehnthof-, Thietor- und Papenstraße sowie der Straße "Am Zehnthof". 

 

Historische Fotos der Hamelner Altstadt: 

Die Deister- und Weserzeitung berichtete vom Beginn der Planungen bis zu ihrem Ende in zahlreichen Artikeln und Kommentaren über die Altstadtsanierung. Auch im Leserbriefteil lässt sich der Verlauf der Debatte nachverfolgen.

Im digitalen Zeitungsarchiv können interessierte Leser selbst zum Thema recherchieren. 

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